B's Blog » 2011 » November

Holzelement

Auf unserer Reise durch die fünf Elemente halten wir nun an der zweiten Station, dem Holzelement. Während ich dies schreibe, wird es draußen grün, das Leben meldet sich mit aller Kraft zurück. Wer den Winter überlebt hat, erfreut sich nun seiner Zeit und wird tätig. „Das Buch der Natur erhält jedes Jahr eine neue Auflage.“ (Hans Christian Andersen) – und jetzt (im Holzelement) ist es soweit. …

Ein einfacher Baum, so wie er im Park um die Ecke steht oder am Rand meines Weges, vermittelt uns am besten die Vorstellung vom Element Holz. Ein Baum wächst, solange er lebt. Er ist ein verwurzeltes, wachsendes Wesen, das gleichzeitig nach außen und innen, oben und unten sich ausstreckt.

Wir sind die 5-Elemente und somit sind wir auch das Element Holz. Wenn der Mensch wächst und gedeiht wie der Baum, dann ist die Lebensenergie „Chi“ gesund und klar. Der Mensch ist geerdet und entwickelt sich, er ist flexibel und trotzdem kraftvoll. Er trägt den Samen des neuen Lebens in sich und durchläuft in jedem Jahr den Zyklus der Jahreszeiten aufs Neue. Im taoistischen Zyklus von 12 Jahren füllt er seine Lernstruktur mit Erfahrung immer wieder, wobei aktivere, nach außen orientierte und passivere, nach innen orientierte Zyklen, wie Yin und Yang aufeinander folgen.

Wenn der Mensch sich in all seiner Pracht aufstellt, nicht mehr wächst, sich nicht entwickelt und unflexibel wird, dann wird er anfällig für den Wind. Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) schreibt dem Wind einen starken Einfluss auf das Leben der Menschen zu, denn der Wind kann das „Chi“ verletzen.

Wenn der Mensch nicht verwurzelt ist, werden die Stürme des Lebens ihn zu Fall bringen und wenn er nicht bereit ist, sich seinen optimalen Lebensraum zu erhalten oder diesem nicht nachwandert, wird er aussterben.

Ist sein Stamm – die Wirbelsäule – hohl, kann er das Gewicht seines Körpers nicht mehr tragen und knickt ein. Sind seine Gliedmaßen steif, entstehen Entzündungen und das führt zu den Symptomen von Rheuma und Arthritis und es besteht Bruchgefahr für die Knochen. Ist seine Wirbelsäule steif und der Brustkorb nicht mehr beweglich, wird er die Atmung einstellen und in Folge sterben.

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