B's Blog » 2011 » August

Der Fluss des „Chi“ durch die Organe erfolgt zyklisch.

Die fünf Elemente stellen dabei Wandlungsphasen von Prozessen oder Aktionsqualitäten dar. Es handelt sich daher nicht um Elemente im Sinne von Bestandteilen, sondern um Aspekte eines dynamischen Ablaufes, der als zyklisch erlebt und meist in einem fünfgeteilten Kreis im Uhrzeigersinn dargestellt wird. Die Vorstellung organischer Prozesse als zyklisch bedeutet jedoch nicht eine stetige, monotone Wiederholung, sondern beinhaltet ebenso eine (im Westen meist linear gedachte) Evolution: jeder Durchlauf des zyklischen Prozesses verändert die Ausgangslage für den folgenden Durchlauf.

Der „kreative oder nährende“ Zyklus:

Die fünf Elemente werden so dargestellt, dass in ihnen ein Fließen vom einen zum nächsten Element im Uhrzeigersinn besteht: vom Holz zum Feuer, weiter zur Erde, zum Metall, zum Wasser und zum Holz. Sie stehen in der Beziehung wie die Mutter zum Kind.

Versorgungszyklus

Der Schwächungszyklus:

Der Fluss des „Chi“ erfolgt gegen den Uhrzeigersinn. Jedes Element entwickelt sich durch (auf Kosten der) Schwächung seines Vorgängers im nährende Zyklus.

 

 

Schwaechungszyklus

Der „kontrollierende“ Zyklus:

Es gibt einen weiteren, inneren Zyklus, der sich jeweils auf zwei Elemente weiter im Uhrzeigersinn auswirkt: Feuer zu Metall, weiter zu Holz, zu Erde und zu Wasser. In diesem so genannten „kontrollierenden Zyklus“ beruhigt ein Element ein anderes oder blockiert es.

Kontrollzyklus

Wasser löscht Feuer. → Feuer schmilzt Metalle. → Eine Axt (Metall) spaltet Holz. → Bäume und Pflanzen, Wurzeln (Holz) halten die Erde zusammen. → Staudämme (Erde) halten Wasser auf und Flussufer bahnen das Wasser.

Der „zerstörende“ Zyklus:

Die entgegengesetzte Beziehung auf den Vor-Vorgänger (gegen den Uhrzeigersinn) wirdin der TCM als destruktiv und verletzend beschrieben:

 

 

Zerstoerungszyklus

Wasser weicht Erde auf (Erosion). → Erde erstickt Holz (Moder). → Holz macht Metall stumpf. → Metall nimmt Hitze (Feuer) auf. → Feuer verdampft Wasser.

Jedes Organ, Element und seine Rolle in einem dieser Zyklen führt zu einer augenblicklich gültigen Verteilung von „Chi“ oder Lebensenergie in unserem Organismus. Diese kann, durch vielfältige Methoden ( z. B. den kinesiologischen Muskeltest) diagnostiziert, eine Moment-aufnahme liefern die dem Arzt, Therapeuten, Trainer, Lehrer bei entsprechender Ausbildung, wertvolle Hinweise zur Arbeit mit seinem Klienten zur Verfügung stellt.